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Wissenswertes
Liebe Kollegin, lieber Kollege,
auf dieser Seite finden Sie Daten und Fakten rund um Seltene Erkrankungen.
Definition
- Eine Erkrankung gilt in der EU als selten, wenn weniger als 1 von 2.000 Personen betroffen ist.
Epidemiologie
- Es gibt derzeit über 7.000 bis 8.000 bekannte Seltene Erkrankungen.
- Weltweit sind 300 Mio. Menschen betroffen, was 4 % der Gesamtbevölkerung entspricht.
- Ca. 4 Mio. Menschen in Deutschland sind betroffen.
- Das bedeutet für Köln, dass 50.000 Bürgerinnen und Bürger betroffen sind.
- 80 % haben einen genetischen Ursprung.
- 50 bis 75 % der Seltenen Erkrankungen manifestieren sich bereits im Kindesalter.
- Durchschnittlich vergehen in Deutschland immer noch 5 bis 7 Jahre bis zur korrekten Diagnose.
Klinische Bedeutung
- Viele Seltene Erkrankungen verlaufen chronisch und schwerwiegend.
- Sie sind oft mit Multisystembeteiligung verbunden.
- Es kommt zu Fehldiagnosen oder Verwechslung mit häufigeren Erkrankungen.
- Eine frühe Diagnose kann entscheidend für Therapieoption und Prognose sein und ermöglicht eine Teilhabe am sozialen Leben.
- Nicht für alle Seltenen Erkrankungen gibt es Therapiemöglichkeiten.
Genetik und Diagnostik
- Fortschritte in der Genomsequenzierung (NGS, WES, WGS) ermöglichen zunehmend eine Diagnosestellung.
- Viele Erkrankungen sind monogenetisch.
- Diagnostik sollte interdisziplinär erfolgen.
Therapie und Forschung
- Nur für ca. 5 % der Seltenen Erkrankungen existiert eine zugelassene spezifische Therapie.
- Die Forschung ist oft begrenzt durch geringe Patientenzahlen, hohe Kosten und unzureichende Daten.
- Die Entwicklung von Gen- und Zelltherapien ermöglichen neue Therapie- und Heilungsoptionen.
Wichtige Informationsquellen
- Orphanet: Kranhkeitsdatenbank und Infos zu Therapien www.orpha.net
- SE-Atlas: Übersicht Versorgungseinrichtungen Deutschland www.se-atlas.de
Zusammengefasst
- Seltene Erkrankungen sind gar nicht so selten.
- Ein hohes Maß an klinischem Verdacht ist entscheidend.
- Frühe Zuweisung an spezialisierte Zentren für Seltene Erkrankungen kann Zeit sparen und Leben retten.
- Interdisziplinäre Zusammenarbeit ist entscheidend.